Ope­ra­tio­nen bei chro­ni­schen Schmer­zen

Ope­ra­tio­nen bei chro­ni­schen Schmer­zen

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Rücken­marks­sti­mu­la­ti­on

Die Rücken­marks­sti­mu­la­ti­on (SCS für „spi­nal cord sti­mu­la­ti­on“) ist seit mitt­ler­wei­le Jahr­zehn­ten ein inno­va­ti­ves und viel­sei­ti­ges Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren in der Schmerz­the­ra­pie, sofern eine medi­ka­men­tö­se Schmerz­the­ra­pie kei­ne aus­rei­chen­de Lin­de­rung erreicht.
Dabei wer­den von einem Gene­ra­tor, der so groß ist wie ein Herz­schritt­ma­cher, elek­tri­sche Impul­se über spe­zi­el­le Elek­tro­den an das Rücken­mark oder an Ner­ven bzw. Spi­nal­gan­gli­en abge­ge­ben.

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© Fa. Bos­ton Sci­en­ti­fic

Je nach Schmerz­bild kann das Rücken­mark sti­mu­liert wer­den, aber auch peri­phe­re Ner­ven (PNS für peri­phe­re Ner­ven­sti­mu­la­ti­on), Spi­nal­gan­gli­en oder das Kreuz­darm­bein­ge­lenk (ISG).
Beson­ders gut wirkt die Rücken­marks­sti­mu­la­ti­on bei neu­ro­pa­thi­schen Schmer­zen, bei Schmer­zen im Zusam­men­hang mit dia­be­ti­schen oder vas­ku­lä­ren Durch­blu­tungs­stö­run­gen (pAVK) oder bei poly­neu­ro­pa­thi­schen Schmer­zen (bei Dia­be­tes mel­li­tus, nach Che­mo­the­ra­pie).
Außer­dem las­sen sich mas­si­ve Schmerz­zu­stän­de nach Extre­mi­tä­ten­ver­let­zun­gen und einem sich danach z. T. ent­wi­ckeln­den Mor­bus Sudeck (CRPS: Com­plex Regio­nal Pain Syn­dro­me) posi­tiv beein­flus­sen.
Wei­te­re prin­zi­pi­el­le Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten erge­ben sich für die PNS bei chro­ni­schen Schmerz­zu­stän­den an Schul­ter und Knie, sofern die ortho­pä­disch-unfall­chir­ur­gi­sche The­ra­pie aus­ge­schöpft ist.

 

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© Curo­nix

Eine beson­de­re Ent­wick­lung hat die PNS für die Behand­lung des ISG genom­men.
Im Rah­men einer aktu­el­len (mul­ti­zen­tri­schen ran­do­mi­sier­ten) wis­sen­schaft­li­chen Stu­die, an der wir maß­geb­lich betei­ligt sind, haben wir aus­ge­spro­chen posi­ti­ve Ergeb­nis­se beob­ach­ten und eva­lu­ie­ren kön­nen.

Die occi­pi­ta­le Ner­ven­sti­mu­la­ti­on (ONS) ist eine wei­te­re spe­zi­el­le Mög­lich­keit der PNS.
Hier­mit kön­nen durch Rei­zun­gen an den Occi­pi­tal­ner­ven der Nacken-Hin­ter­kopf­re­gi­on ver­schie­de­ne chro­ni­sche, durch Medi­ka­men­te schwer the­ra­pier­ba­re Kopf­schmerz­syn­dro­me erfolg­reich behan­delt wer­den (chro­ni­sche Migrä­ne, cer­vi­ko­ge­ne Kopf­schmer­zen, Clus­ter-Kopf­schmer­zen, occi­pi­ta­le Neur­al­gie, par­oxys­ma­le Hemi­kra­nie).
Im Vor­feld ist dabei die enge Abstim­mung mit Schmerz­the­ra­peu­ten bzw. einer neu­ro­lo­gi­schen Kopf­schmerz­sprech­stun­de zur Indi­ka­ti­ons­prü­fung zwin­gend erfor­der­lich.

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© Fa. Bos­ton Sci­en­ti­fic

Die Implan­ta­ti­on der Elek­tro­den erfolgt ent­we­der in Sedie­rung mit ört­li­cher Betäu­bung oder in Voll­nar­ko­se (i. d. R. sta­tio­nä­rer Auf­ent­halt für ca. zwei bis drei Tage). Die Elek­tro­den wer­den über eine dün­ne Nadel unter Rönt­gen-Durch­leuch­tung im Spi­nal­ka­nal (Epi­du­ral­raum) bei der SCS oder über dem Gelenk/Zielgebiet (für PNS) ein­ge­bracht. Dabei kann — je nach Schmerz­bild — die Lage der Son­de wäh­rend der Ope­ra­ti­on ange­passt wer­den.

In einer nach­fol­gen­den Test­pha­se der implan­tier­ten Elek­tro­den (max. 10–14 Tage) kön­nen die Pati­en­ten unter nor­ma­len All­tags­be­din­gun­gen tes­ten, wie gut die Sti­mu­la­ti­on die Schmer­zen lin­dert.
Dabei wird eine Elek­tro­den­ver­län­ge­rung, die vor­über­ge­hend aus dem Kör­per aus­ge­lei­tet wird, mit einem Test­sti­mu­la­tor ver­bun­den.
Über­wie­gend kann der Schmerz um ca. 70–80% redu­ziert wer­den, eben­so die Schmerz­me­di­ka­ti­on. Ver­läuft die Test­pha­se posi­tiv, kann die dau­er­haf­te Gene­ra­torim­plan­ta­ti­on geplant und durch­ge­führt wer­den. Das Implan­tat kann spä­ter mit einem klei­nen Steu­er­ge­rät durch den Pati­en­ten selbst bedient und dabei ver­schie­de­ne Sti­mu­la­ti­ons­pro­gram­me ver­wen­det wer­den.
Die Sti­mu­la­ti­on kann so ein­ge­stellt wer­den, dass kon­ti­nu­ier­li­ches leich­tes Krib­beln die Schmer­zen ange­nehm über­la­gert. Neu­es­te Pro­gram­me (z. b. „FAST“) sind voll­kom­men ohne wahr­nehm­ba­re Rei­ze und aus­ge­spro­chen wir­kungs­voll.
Mit der tech­ni­schen Wei­ter­ent­wick­lung wer­den durch uns jetzt über­wie­gend MRT-fähi­ge, wie­der­auf­lad­ba­re Gene­ra­to­ren ver­wen­det.
Bei Pro­ble­men kön­nen sich die Pati­en­ten jeder­zeit an den Ope­ra­teur oder den Tech­ni­ker der betreu­en­den Fir­ma wen­den.

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Copy­right der Fotos und Gra­fi­ken: Fa. Bos­ton Sci­en­ti­fic

Medi­ka­men­ten­pum­pen zur intra­the­ka­len The­ra­pie

Wenn eine Dau­er­mor­phin­the­ra­pie bei einem Schmerz­the­ra­peu­ten trotz hoher Dosie­rung nicht aus­rei­chend wirkt oder star­ke Neben­wir­kun­gen auf­tre­ten, kann eine intra­the­ka­le Mor­phin­tes­tung (im Rücken­marks­ka­nal) unter sta­tio­nä­ren Bedin­gun­gen in Betracht kom­men.
Nach die­ser Test­pha­se kann schließ­lich eine Medi­ka­men­ten­pum­pe unter der Haut implan­tiert wer­den.
Ziel der Behand­lung ist es, die Höhe der Dosie­rung von Mor­phi­nen durch die direk­te Appli­ka­ti­on im Ner­ven­was­ser­raum des Rücken­marks­be­reich zu redu­zie­ren. Dadurch wer­den all­ge­mei­ne Neben­wir­kun­gen wie z.B. Übel­keit deut­lich redu­ziert.
Das Nach­fül­len der Pum­pe ist meist nur alle 60–70 Tage erfor­der­lich und kann in unse­rer Pra­xis erfol­gen.

Bei Spas­tik kann eine Tes­tung mit Baclo­fen in ähn­li­cher Wei­se erfol­gen. Die Reduk­ti­on der Spas­tik ist durch die Ver­wen­dung von moder­nen pro­gram­mier­ba­ren elek­tri­schen Pum­pen gut steu­er­bar.

Wei­te­re Leis­tun­gen

Ope­ra­tio­nen bei Nerven­kompressions­syndromen

Inter­ven­tio­nel­le The­ra­pie

Elek­tro-phy­sio­lo­gie